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THEMA: Aw: Prozess gegen Luftverschmutzung
#1201
captain_kork (Admin)
Admin
Beiträge: 95
graphgraph
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Prozess gegen Luftverschmutzung vor 4 Monaten, 1 Woche Karma: 0  
Klage gegen Feinstaub

Der Rechtsstreit um saubere Luft wird verschoben:
Der Kläger ist von der Landshuter Allee in eine Zone mit weniger Feinstaubbelastung gezogen.

Sehr interessant auch:
Beim nächsten Verfahren soll dann auch nicht mehr das Thema Feinstaub so sehr im Mittelpunkt stehen,
sondern die Luftbelastung mit Stickstoffdioxid (NO2.


http://www.sueddeutsche.de/,ra16m1/muenchen/424/509554/text/
 
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#1202
captain_kork (Admin)
Admin
Beiträge: 95
graphgraph
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Aw: Prozess gegen Luftverschmutzung vor 4 Monaten, 1 Woche Karma: 0  
... und das ist ein Kommentar zu dem Artikel:

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Ist dies der Anfang vom Ende der Umweltzonen?

Auch die Umwelthilfe und ihr Anwalt müssen zugeben, dass Umweltzonen nichts gegen Feinstaub ausrichten können.
Sie haben wohl nun endlich die Urteilsbegründung des wegweisenden Urteils des Verwaltungsgerichts Hannover (April 2009) gelesen,
woraus eindeutig hervorgeht, dass die Abgase der KFZ lediglich 6-8% des Feinstaubaufkommens ausmachen und dass daher die Fahrverbote unverhältnismäßig seien.

Auch ist die Umweltzone nicht geeignet NO2 zu reduzieren, da die Anwendung der Plakettenverordnung zu widersprüchlichen Ergebnissen führt.
Während die Nachrüstung von PKW zu einer Verringerung von NO2 führen kann, wirken sich nach einhelliger Expertenmeinung und Ansicht des Gerichts
Partikelminderungsmaßnahmen bei Nutzfahrzeugen in der Regel NO2-erhöhend aus, bestenfalls NO2-neutral.
Außerdem sind die größten NO2 Dreckschleudern die EURO4-Diesel-PKW mit grüner Plakette, denn diese stoßen über 80% mehr NO2 aus als EURO2-PKW.
Dies geht u.a. aus den IFEU-Studien (2007 u. 2010, S. 16 ff.) hervor. So ist es kein Wunder, dass die NO2-Imminssionen trotz oder gerade wegen der Umweltzonen nicht zurückgehen!
Die zweifelhafte Wirkung der Plakettenverordnung bezüglich NO2 in dieser Form musste auch RA Klinger einräumen.

Auch kann kein Politiker mehr behaupten, die EU zwinge die Kommunen zur Einrichtung und Verschärfung von Umweltzonen.
Schließlich ist die EU selbst schuld an der NO2-Misere, indem sie die wirksame EURO6-Norm erst ab 2014 vorschreibt,
andererseits jedoch die Einhaltung der Grenzwerte bereits ab 2010 von den Städten verlangt.

Wie wird es weitergehen ?
Nach diesen Erkenntnissen wäre es wohl unverantwortlich weiterhin Umweltzonen einzurichten bzw. zu verschärfen.
Die bestehenden Umweltzonen bedürfen einer dringenden Überprüfung.
Man darf gespannt sein, wie sich die verantwortlichen Politiker aus der Affaire ziehen werden!
 
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